Giftmüll illegal entsorgt – Tesla erhält Millionenstrafe

In den USA wurde Tesla eine Strafzahlung in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar auferlegt. Hintergrund ist eine Klage von 25 kalifornischen Bezirken, die dem E-Autobauer eine illegale Entsorgung von Giftmüll, wie beispielsweise Elektroschrott und Bleiakkus, Bremsflüssigkeit und Schmieröl oder auch Lösungs- und Frostschutzmittel, vorgeworfen hatten. Insgesamt sollen sich 101 Einrichtungen von Tesla an solchen illegalen Prozessen beteiligt haben.

Konkret seien demnach gefährliche Stoffe vorsätzlich an ungeeigneten Orten, etwa in Müllcontainern oder auch in Müllpressen, entsorgt worden, von wo sie auf konventionellen, das heißt ungeeigneten Deponien landeten. An die Entsorgung gefährlicher Abfälle sind allerdings aufgrund großer Gefahren für Mensch und Umwelt hohe Anforderungen geknüpft.

„Elektroautos mögen zwar nützlich sein für die Umwelt, aber bei der Herstellung und Wartung dieser Fahrzeuge entstehen immer noch viele schädliche Abfälle“, wird die Bezirksstaatsanwältin aus San Francisco, Brooke Jenkins, bei Golem zitiert. Die nun verhängte Strafe wurde im Rahmen eines Vergleichs erhoben und hat zum Ziel, eine unrechtmäßige Entsorgung entsprechender Abfälle zu unterbinden.

Zur Zahlung der eigentlichen Millionenstrafe komme auch eine Kostenerstattung in Höhe von 200.000 Dollar für Ermittlung hinzu. Darüber hinaus haben sich die Parteien darauf geeinigt, dass der Autobauer unterschiedliche Maßnahmen ergreift, um Abfälle künftig ordnungsgemäß zu entsorgen: Die Schulung von Beschäftigten gehöre ebenso dazu wie der Einsatz von Auditoren, die über einen Fünf-Jahres-Zeitraum die Prozesse prüfen.

Geschrieben von Tina Plewinski
Dieser Artikel wurde zuerst auf dem Portal Onlinehändler-news.de veröffentlicht.
Bildquelle: Tesla, Inc.